Tanasee, See in der Region Amhara, Äthiopien
Lake Tana ist ein großer See im äthiopischen Hochland, der sich über mehrere tausend Quadratkilometer erstreckt und auf einer Höhe von rund 1.800 Metern liegt. Das Wasser hat eine bräunliche Farbe und wird von zahlreichen Inseln durchsetzt, auf denen Kirchen und Klöster zwischen Eukalyptus- und Akazienbäumen sichtbar werden.
Vulkane blockierten vor etwa 5 Millionen Jahren die Flusswege und schufen dadurch dieses große Becken, das sich langsam mit Wasser füllte. Später im 14. Jahrhundert ließen sich Mönche auf mehreren Inseln nieder und errichteten dort ihre Klöster.
Der Name Tana leitet sich vom amharischen Wort für Wasser ab und spiegelt die zentrale Rolle des Sees im Leben der Region wider. Auf den etwa 30 Inseln halten Mönche in ihren Klöstern noch heute jahrhundertealte Rituale aufrecht und bewahren handgemalte Bibeln hinter dicken Steinmauern.
Boote fahren regelmäßig zu den verschiedenen Inseln ab, wobei die Fahrt je nach Ziel zwischen 30 Minuten und mehreren Stunden dauern kann. Morgens ist das Wasser meist ruhiger und das Licht eignet sich besser zum Fotografieren.
Zwanzig Fischarten schwimmen ausschließlich in diesem Gewässer und kommen nirgendwo sonst auf der Welt vor. Über 200 Vogelarten, darunter weiße Pelikane und Fischadler, nutzen die Uferzonen als Rastplatz während ihrer saisonalen Wanderungen.
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