Lokka-Stausee, Künstlicher Stausee in Sodankylä, Finnland.
Der Lokka-Stausee ist ein künstliches Gewässer in der nordfinnischen Region Sodankylä und erstreckt sich über ein großes Gebiet mit beträchtlichen Wassermassen. Der See liegt auf etwa 244 Meter Höhe und verbindet sich über den Vuotso-Kanal mit dem benachbarten Porttipahta-Stausee zu einem integrierten Wasserkraftwerk-System.
Der Stausee wurde 1967 errichtet und überflutete damals mehrere besiedelte Dörfer sowie große Moorgebiete, um Wasserkraft für die regionale Stromversorgung zu schaffen. Das Projekt veränderte die menschliche Geographie der Region grundlegend und zog eine große Umsiedlung der betroffenen Bevölkerung nach sich.
Der Stausee hat tiefe Bedeutung für die lokalen Sámi-Gemeinschaften, deren Territorium und traditionelle Rentierzucht durch die Flutung beeinträchtigt wurde. Die Beziehung zur Landschaft bleibt komplex, da Generationen ihre Verbindung zu den versunkenen Gebieten bewahren.
Der Ort ist während der Sommermonate am zugänglichsten, wenn die Wetterbedingungen stabiler sind und die Wege besser zu befahren sind. Die Anreise erfolgt über Straßen durch die nordfinnische Region, wobei man genug Zeit für die eher abgelegene Lage einplanen sollte.
Der See ist Lebensraum für Seeadler, die entlang der Ufer nach Fischen jagen und die Region zu einem Beobachtungsgebiet für diese majestätischen Vögel machen. Angler hinterlassen regelmäßig Fischkadaver, die als zusätzliche Nahrungsquelle für diese seltenen Raubvögel dienen.
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