Arras, Präfekturstadt in Pas-de-Calais, Frankreich
Arras ist eine Präfekturstadt im Département Pas-de-Calais im Norden Frankreichs, bekannt für ihre flämisch geprägten Plätze und Barockarchitektur. Die Altstadt erstreckt sich zwischen der Grand Place und der Place des Héros, beide von durchgehenden Häuserfronten mit gewölbten Arkaden im Erdgeschoss umgeben.
Die Stadt wurde im Mittelalter als Zentrum für Teppichweberei berühmt, deren Werke in ganz Europa geschätzt waren. Im Ersten Weltkrieg wurde sie nahezu vollständig zerstört und in den 1920er Jahren originalgetreu wiederaufgebaut.
Der Name leitet sich vom keltischen Stamm der Atrebaten ab, die hier vor über zwei Jahrtausenden siedelten. Einheimische sprechen Französisch mit einem leichten nordfranzösischen Akzent und pflegen kulinarische Traditionen wie Andouillette und lokale Biere aus kleinen Brauereien.
Der zentrale Bahnhof bietet regelmäßige Zugverbindungen nach Paris, Lille und weiteren Städten im Norden des Landes. Die beiden Hauptplätze liegen nah beieinander und lassen sich bequem zu Fuß erreichen, wobei das historische Zentrum überschaubar bleibt.
Die unterirdischen Karrenboves erstrecken sich über mehrere Kilometer unter den Straßen und dienten im Ersten Weltkrieg als Schutzräume für Tausende Soldaten. Ein großer Teil dieser Gewölbe ist heute für Besucher zugänglich und zeigt Spuren aus verschiedenen Jahrhunderten.
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