Bois de Boulogne, Stadtpark im 16. Arrondissement, Frankreich.
Der Bois de Boulogne ist ein ausgedehnter Stadtwald und Park im westlichen Randgebiet von Paris, der 845 Hektar Fläche umfasst und zwei miteinander verbundene Seen, Wege durch Baumgruppen, offene Rasenflächen und mehrere angelegte Gärten vereint. Die Anlage gliedert sich in verschiedene Bereiche, darunter dichte Waldzonen mit Eichen und Kastanien, Lichtungen für Sport und Erholung sowie kleine Schlösser und Pavillons, die zwischen Alleen und Wasserflächen verteilt liegen.
Ludwig XIV. öffnete das frühere königliche Jagdgebiet erstmals für die Öffentlichkeit, bevor Napoleon III. ab 1852 die Umgestaltung zu einem Park nach englischem Vorbild in Auftrag gab. Die Arbeiten schufen ein Netz von Wegen, künstlichen Seen und Anpflanzungen, die den heutigen Charakter des Waldes prägten.
Der Name stammt von der Kirche Notre-Dame de Boulogne-sur-Mer, die einst Pilger anzog und dem Wald seine Bezeichnung gab. Heute sieht man Jogger auf den Wegen, Familien beim Picknick auf den Wiesen und Ruderer auf den beiden Seen, die den Rhythmus eines lebendigen Stadtwaldes prägen.
Drei Metrostationen liegen am Rand: Porte Dauphine, Porte Maillot und Porte d'Auteuil, jeweils mit Eingängen, die direkt in verschiedene Bereiche des Parks führen. Fahrradwege verbinden die Seen und Gärten, während breite Fußwege ein Durchqueren ohne große Steigungen ermöglichen.
Der Hippodrome de Longchamp im nördlichen Teil war Schauplatz der olympischen Reitveranstaltungen von 1900 und bleibt heute eine große Pferderennbahn. Das Gelände zieht jedes Jahr im Oktober Tausende von Besuchern zum Prix de l'Arc de Triomphe, einem der berühmtesten Galopps Europas.
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