Conques, Mittelalterliches Dorf in Aveyron, Frankreich
Conques ist ein Dorf im Departement Aveyron mit engen Gassen zwischen Häusern aus rotem Sandstein und Schieferdächern. Die Straßen steigen terrassenförmig an den Hängen eines tiefen Tals auf, während der Fluss Dourdou unten entlangfließt.
Mönche aus dem Kloster Agen brachten im 9. Jahrhundert die Reliquien einer jungen Märtyrerin in das Tal und gründeten hier eine Abtei. Das Dorf wurde im Mittelalter zu einem wichtigen Halt für Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela und behielt seine religiöse Bedeutung bis heute.
Die Dorfkirche zeigt über ihrem Eingang ein großes romanisches Portal mit mehr als hundert Figuren aus Stein. Diese farbigen Skulpturen stellen Szenen aus der Bibel dar und dienten jahrhundertelang als Lektüre für Menschen, die nicht lesen konnten.
Der Ortskern liegt komplett in einer Fußgängerzone ohne Autoverkehr und die Gassen haben oft Treppen oder steile Abschnitte. Festes Schuhwerk hilft beim Gehen auf den unebenen Steinen, und frühe Morgenstunden bieten ruhigere Momente vor Ankunft größerer Besuchergruppen.
Ein moderner französischer Maler entwarf in den 1990er Jahren neue Fenster für die alte Abteikirche mit abstrakten Mustern in klarem und milchigem Glas. Diese Fenster verändern das Licht im Inneren je nach Tageszeit und Wetter und schaffen wechselnde Stimmungen im romanischen Raum.
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