Longwy, Befestigte Kommune in Meurthe-et-Moselle, Frankreich
Longwy ist eine befestigte Gemeinde in Meurthe-et-Moselle im Nordosten Frankreichs, die auf 254 Metern Höhe nahe der Grenzen zu Luxemburg und Belgien liegt. Die Stadtanlage teilt sich in Longwy-Haut auf dem Plateau und Longwy-Bas im Tal entlang des Flusses Chiers.
Nach den Verträgen von Nimwegen im Jahr 1678 beauftragte Ludwig XIV. den Militärarchitekten Vauban mit der Befestigung dieses Ortes zu einer strategischen Festung. Die Stadtanlage entstand in den folgenden Jahren nach einem strengen geometrischen Plan mit Bastionen und Kasematten.
Die Herstellung von Fayence-Keramik begann hier 1798 und entwickelte eine besondere Technik mit Emailfarben, die bis heute in örtlichen Werkstätten zu sehen ist. Diese Töpfertradition prägt noch immer das Stadtbild mit ihren charakteristischen bunten Mustern.
Der örtliche Bahnhof verbindet Reisende durch regelmäßige Zugverbindungen mit größeren Städten wie Luxemburg, Charleville-Mézières und Nancy. Das obere Stadtviertel erreicht man über Treppen oder über die Straßen, die den Hang hinaufführen.
Die neue Stadt auf dem Plateau erhielt 2008 den UNESCO-Welterbestatus für ihre militärischen Befestigungen aus der Zeit Ludwigs XIV. Diese geometrische Stadtanlage gilt als besonders gut erhalten unter den Vauban-Festungen in Europa.
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