Abtei Chelles, Merowingische Abtei in Chelles, Frankreich
Chelles Abbey war ein Benediktinerkloster, das ursprunglich als Frauengemeinschaft gegrundet wurde und spater zu einem Doppelkloster mit einer nahegelegenen mannlichen Gemeinde erweitert wurde. Die Anlage umfasste Wohngebaude, eine Kirche und verschiedene Werkstatten, von denen heute nur noch Reste sichtbar sind.
Die Abtei wurde 657 von Kogin Bathildis, der Ehefrau von Konig Clovis II., gegrundet und nutzte das Gelande einer fruheren merowingischen Konigsvilla. Das Kloster wuchs zu einem einflussreichen Zentrum des fruhen Mittelalters heran, bis es wahrend der Franzosischen Revolution zerstort wurde.
Das Skriptorium im Kloster war ein Zentrum für die Buchherstellung, wo Nonnen kunstvolle Handschriften anfertigten, die in ganz Europa verbreitet wurden.
Die Uberreste des Klosters sind heute in die Gebaude der Stadtverwaltung im Zentrum von Chelles integriert und konnen teilweise bei einem Spaziergang durch die Stadt besichtigt werden. Es ist ratsam, die Gegend langsam zu erkunden, um die verstreuten historischen Elemente zu entdecken.
Der Chelles-Kelch, ein Meisterwerk der fruhmittelalterlichen Metallverarbeitung von dem heiligen Eligius angefertigt, ging wahrend der Franzosischen Revolution verloren. Das Objekt symbolisierte die hohe handwerkliche Kunst, die in Klosterwerkstatten in dieser Zeit erreicht wurde.
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