Abtei Faremoutiers, Benediktinerkloster in Faremoutiers, Frankreich
Faremoutiers ist ein Benediktinerkloster in der Region Brie, westlich von Coulommiers, mit Kirchengebäuden und Wohnquartieren im Zentrum des Ortes. Die Anlage zeigt die typische Struktur einer doppelten Gemeinschaft mit Bereichen für Mönche und Nonnen.
Das Kloster wurde 627 gegründet und war das erste seiner Art in Frankreich, das Mönche und Nonnen unter einem Dach vereinte. Es überstand Überfälle, Zerstörung und Verfolgung über die Jahrhunderte hinweg.
Der Ort war im Mittelalter ein wichtiges Zentrum für Frauen aus anglischen Königsfamilien, die hier das Klosterleben wählten. Diese Verbindungen machten es zu einem besonderen Treffpunkt zwischen fränkischen und angelsächsischen Welten.
Das Kloster befindet sich in Rue Fénelon Desfourneaux und funktioniert heute als Pflegeheim mit einer aktiven Ordensgemeinschaft. Besucher sollten beachten, dass es noch immer Wohnzwecken dient und die Besichtigung entsprechend eingeschränkt sein kann.
Das Kloster wurde 1931 unter schwierigen Bedingungen wiederbelebt, als vierzig Nonnen es nach Jahrzehnten der Verlassenheit wieder besiedelten. Diese Wiederbelebung machte es zu einem bemerkenswerten Beispiel monastischer Ausdauer in der Neuzeit.
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