Abtei Saint-Évroult, Ruinen der Benediktinerabtei aus dem 11. Jahrhundert in Saint-Evroult-Notre-Dame-du-Bois, Frankreich.
Die Abtei Saint-Evroul ist ein Kloster aus dem 11. Jahrhundert in einem Waldtal in der Normandie, von dem heute noch Mauerreste und Steinfragmente erhalten sind. Die Anlage umfasste mehrere Gebäude für verschiedene klösterliche Aufgaben, deren Grundrisse auf dem Gelände noch erkennbar sind.
Ein Mönch namens Evroul gründete im 6. Jahrhundert eine Einsiedelei an diesem Ort, und im 11. Jahrhundert wurde daraus ein bedeutendes Benediktinerkloster. Die Abtei wurde in den Religionskriegen zerstört und nie wieder vollständig aufgebaut.
Orderic Vitalis, der hier im 12. Jahrhundert lebte und schrieb, hinterließ eine der wichtigsten mittelalterlichen Chroniken Nordfrankreichs. Besucher, die seinen Namen kennen, sehen die Ruinen mit anderen Augen, da sie sich vorstellen können, wo er arbeitete und schrieb.
Das Gelände liegt in einem ruhigen Tal und ist zu Fuß zugänglich, wobei festes Schuhwerk empfehlenswert ist, da der Boden uneben sein kann. Bei trockenem Wetter lässt sich das Areal am besten erkunden, da feuchtes Gras und nasse Steine das Gehen erschweren.
Orderic Vitalis, ein Mönch, der hier im 12. Jahrhundert lebte, schrieb eine mehrbändige Kirchengeschichte, die heute als eine der wertvollsten Quellen zur normannischen Geschichte gilt. Er beschrieb darin nicht nur religiöse Ereignisse, sondern auch das Alltagsleben, Kriege und Persönlichkeiten seiner Zeit.
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