Monpazier, Mittelalterliche Festungsstadt in der Dordogne, Frankreich.
Monpazier ist eine Bastidestadt in der Dordogne, die auf einem rechtwinkligen Straßennetz aufgebaut ist und von einer zentralen Platzanlage geprägt wird. Diese Platz mit 70 Metern Seitenlänge wird von 23 Steinhäusern mit Arkadengängen begrenzt, die als Markthallen und Wohnräume dienen.
König Eduard I. von England gründete Monpazier 1284 als befestigte Siedlung, um eine strategische Militärposition während der Konflikte mit Frankreich zu schaffen. Die Bastideform war eine spezielle Gründungsmethode für Siedlungen in dieser Epoche, bei der zuvor umsiedelte Bewohner Steuervergünstigungen erhielten.
Der Donnerstagsmarkt auf dem Zentralplatz spiegelt Jahrhundertealte Handwerkstraditionen wider, wo lokale Verkäufer käse und Gemüse unter freiem Himmel feilbieten. Die Platzarkaden dienen heute noch als natürlicher Treffpunkt für Nachbarn und Besucher während des Wochentags.
Der Ort ist leicht zu Fuß erkundbar, da alle Wege von der zentralen Platzanlage ausgehend organisiert sind und zur Kirche Saint-Dominique sowie zu zwei erhaltenen mittelalterlichen Toren führen. Besucher sollten ausreichend Zeit einplanen, um die ruhigen Seitengassen zu durchqueren und die Strukturen der einzelnen Häuser näher zu betrachten.
Die Hausgrundstücke folgen einem strikten geometrischen Schema mit einheitlichen rechteckigen Parzellen, die ein mathematisches Planungskonzept zeigen, das damals selten umgesetzt wurde. Diese Präzision in der Stadtplanung ist noch heute sichtbar und unterscheidet Monpazier von organisch gewachsenen mittelalterlichen Ortschaften.
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