Saint-Hippolyte-du-Fort, französische Gemeinde
Saint-Hippolyte-du-Fort ist eine Gemeinde im Département Gard im südlichen Frankreich, gelegen am Rande der Cevennen. Die Altstadt besteht aus Häusern aus rötlichem Stein, engen Gassen und einem zentralen Platz, der von alten Fassaden umgeben ist.
Das Dorf entwickelte sich im Mittelalter rund um eine Befestigungsanlage, die zum Schutz des Durchgangs durch die Cevennen errichtet wurde. Später, im 17. und 18. Jahrhundert, erlebte es einen wirtschaftlichen Aufschwung durch die Seidenraupenzucht, die viele der noch heute sichtbaren Gebäude prägte.
Der Name des Ortes bezieht sich auf den heiligen Hippolyt, nach dem die Gemeinde benannt wurde. In der Region war die Seidenproduktion einst so bedeutend, dass Gebäude eigens zum Trocknen und Lagern der Kokons genutzt wurden, was man noch an der Bauweise einiger älterer Häuser erkennen kann.
Das Dorf ist gut mit dem Auto über kleine Departementsstraßen erreichbar, und in der Nähe des Zentrums stehen Parkplätze zur Verfügung. Für einen Besuch des Marktes auf dem Hauptplatz empfiehlt es sich, am Dienstag oder Freitag zu kommen.
Das Dorf besitzt eine alte Kaserne aus dem frühen 18. Jahrhundert, die ursprünglich zur Kontrolle der protestantischen Bevölkerung nach den Religionskriegen gebaut wurde und die man noch heute von außen besichtigen kann. Dieser Bau erinnert daran, dass die Region nach der Aufhebung des Edikts von Nantes im Jahr 1685 stark von den Konflikten zwischen Protestanten und der königlichen Macht geprägt war.
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