Synagoge der Rue de la Roquette, Moderne orthodoxe Synagoge im 11. Arrondissement, Paris, Frankreich
Die Synagoge Don Isaac Abravanel ist ein modernes Gebetshaus im 11. Arrondissement mit einer markanten Fassade, auf der die Zehn Gebote in französischer Sprache eingraviert sind. Die Architektur zeigt klare geometrische Formen und war ein Projekt, das modernistische Prinzipien mit religiösem Zweck verbindet.
Das Gebäude entstand 1962 durch die Architekten Alexandre Persitz und Arthur-Georges Héaume und wurde zu einem wichtigen Zentrum für nordafrikanische Juden, die während der Dekolonisierung nach Frankreich kamen. Es markiert einen besonderen Moment in der französischen Architektur und jüdischen Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg.
Die Gemeinde folgt sephardischen Traditionen, die von Mitgliedern geprägt werden, deren Familien aus Nordafrika nach Frankreich kamen. Die Synagoge dient als Treffpunkt und Kulturzentrum für diese Gemeinschaft und ihre Nachkommen.
Das Gebäude befindet sich in der Rue de la Roquette und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen, die das 11. Arrondissement gut verbinden. Besucher sollten sich vorab über Gottesdienste informieren, da diese zu festen Zeiten stattfinden und das Gelände nicht immer frei zugänglich ist.
Die Inschriften der Zehn Gebote auf der Fassade sind ungewöhnlich für eine Synagoge und machen das Gebäude zu einem sichtbaren religiösen Symbol in der städtischen Landschaft. Dieses architektonische Merkmal verbindet jüdische Tradition mit der modernen französischen Stadtplanung der 1960er Jahre.
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