Saint-Jouin-de-Marnes, Romanische Abtei in Saint-Jouin-de-Marnes, Frankreich.
Die Abbaye Saint-Jouin de Marnes ist ein romanisches Kloster in der Region Poitou mit Merkmalen der Plantagenet-Stilrichtung, das durch seine reich verzierten Fassaden und gewölbten Fenster besticht. Das Innere zeigt ein Mittelschiff mit Seitengängen, die durch arkadische Öffnungen gegliedert sind und Licht in den Raum bringen.
Das Kloster wurde 1095 gegründet und profitierte von seiner Lage abseits der schiffbaren Flüsse, was es vor Wikingerüberfällen bewahrte, die andere religiöse Stätten bedrängten. Diese sichere Position ermöglichte es, im Laufe der Jahrhunderte als Zuflucht für verfolgte Mönche zu dienen.
Das Kloster symbolisiert in der Region die Verschmelzung romanischer Bauformen mit Einflüssen der Plantagenet-Zeit, die noch heute in Stein gemeißelt sichtbar ist. Die Wandmalereien und Skulpturen erzählen von der religiösen Hingabe jener Epoche und prägen bis heute den Charakter dieses heiligen Ortes.
Besucher können das Kloster auf eigene Faust oder mit Führungen erkunden, wobei informative Tafeln an verschiedenen Stellen Wissenswertes zur Architektur vermitteln. Es ist ratsam, bequeme Schuhe zu tragen, da man sich auf unbefestigten und unterschiedlich ebenen Bodenflächen bewegt.
Der Kirchenraum bewahrt eine mittelalterliche Akustik, die Gregorianische Gesänge auf natürliche Weise zum Erklingen bringt, wie es vor Hunderten von Jahren geschah. Wer aufmerksam zuhört, kann diese historische Klangwelt noch immer erfahren, wenn dort Musik erklingt.
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