Somme-Bucht, Naturbucht in Nordfrankreich.
Die Baie de Somme ist eine Meeresbucht und Flussmündung im Norden Frankreichs, wo sechs Flüsse auf den Ärmelkanal treffen und eine weitläufige Marschlandschaft formen. Bei Ebbe zieht sich das Wasser weit zurück und gibt ausgedehnte Sandflächen, Salzwiesen und schmale Wasserläufe frei, die sich durch die flache Küste ziehen.
Das Gebiet wurde im Januar 1998 als Ramsar-Feuchtgebiet ausgewiesen und erhielt damit internationalen Schutz für seine Ökosysteme. Später wurde die Bucht als Grand Site de France klassifiziert, eine Anerkennung, die nur wenigen französischen Landschaften zuteil wird.
Die Bucht trägt ihren Namen vom Fluss Somme, der hier mündet und seit Jahrhunderten die Landschaft formt. Fischer und Sammler ziehen bei Ebbe über die Sandbänke und ernten Queller, eine salzige Pflanze, die in Restaurants der Umgebung serviert wird.
Eine alte Dampfeisenbahn verbindet Saint-Valery-sur-Somme mit Le Crotoy und ermöglicht eine gemütliche Fahrt entlang der Küste. Wer zu Fuß unterwegs ist, sollte die Gezeiten prüfen und feste Schuhe tragen, da das Gelände wechselt und bei Flut unpassierbar wird.
Über tausend Robben leben in der Bucht, darunter Kegelrobben und Seehunde, und bilden die größte Robbenkolonie Frankreichs. Besucher können die Tiere von weitem beobachten, wie sie auf Sandbänken ruhen und bei Flut ins Wasser gleiten.
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