Mimoyecques, Militärmuseum in Landrethun-le-Nord, Frankreich.
Die Festung von Mimoyecques ist eine unterirdische Militäranlage in Nordfrankreich mit einem Netz von Tunneln und fünf geneigten Schächten. Diese Schächte waren ursprünglich für V-3-Geschütze vorgesehen, die auf London abfeuern sollten.
Die deutschen Streitkräfte errichteten die Anlage zwischen 1943 und 1944 mit Hilfe von Ingenieuren der Organisation Todt und Gefangenenarbeit. Das Projekt entstand aus der Notwendigkeit, London aus großer Entfernung anzugreifen.
Der Ort erinnert an die Zwangsarbeiter, die beim Bau starben, und ihre Geschichte ist Teil der Ausstellungen vor Ort. Die Besucher können nachvollziehen, unter welch schwierigen Bedingungen diese Menschen arbeiten mussten.
Der Zugang erfolgt über geführte Touren, die zeigen, wie man durch die unterirdischen Kammern navigiert und die steil abfallenden Schächte besichtigt. Festes Schuhwerk wird empfohlen, da die Wege uneben und teilweise eng sind.
Die V-3-Geschütze sollten 600 Schuss pro Stunde abfeuern können und hatten eine Reichweite von über 160 km, was sie zu einer der damals ambitioniertesten Waffen machte. Heute können Besucher sehen, wie solch extreme technische Ziele bereits in dieser Zeit verfolgt wurden.
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