Zisterzienserinnenabtei Abbaye Blanche, Zisterzienserabtei aus dem 12. Jahrhundert in Mortain-Bocage, Frankreich
Die Abbaye Blanche ist eine Abtei aus dem 12. Jahrhundert und steht am Eingang der Schlucht des Flusses Cance, mit einer Kirche, Kellern, einem Kapitelsaal und einem dreibogigen Kreuzgang. Das Gebäudekomplex erstreckt sich entlang des Querhauses und zeigt die typische Anordnung eines Zisterzienserklosters.
Die Abtei wurde 1105 von Guillaume gegründet, dem Sohn des Grafen Robert von Mortain, und erhielt 1648 von König Ludwig XIV. den königlichen Status. Während der Französischen Revolution wurde sie geschlossen und später mehrmals umgenutzt.
Der Kapitelsaal zeigt fünf Rippengewölbe auf monolithischen Granitpfeilern, die die Bauweise religiöser Gebäude des späten 12. Jahrhunderts widerspiegeln. Diese Säulen stammen aus lokalem Granit und prägen das Aussehen des Innenraums bis heute.
Der Ort funktioniert heute als Institut für Diplomatiestudien und ist nicht allgemein für Touristen zugänglich. Bei einem Besuch sollte man im Voraus Informationen zur Öffnung und Besuchsbedingungen einholen.
Während des Ersten Weltkriegs diente die Abtei als Militärkrankenhaus und versorgte verwundete Soldaten zwischen 1916 und 1918. Diese weniger bekannte Rolle zeigt, wie der Ort über Jahrhunderte hinweg seine Bestimmung veränderte.
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