Apta Julia, Archäologische Stätte in Apt, Frankreich
Apta Julia ist ein römisches Siedlungsgelände in Apt in Südostfrankreich, dessen Überreste heute etwa 6 Meter unter den modernen Straßen und Gebäuden liegen. Das Gelände umfasst Wohnbereiche und öffentliche Räume mit erhaltenen Mosaikböden, die eine wohlhabende Gemeinde aus dem ersten Jahrhundert zeigen.
Die Siedlung entstand auf Befehl von Julius Caesar im Jahr 45 v. Chr. nach der Zerstörung der keltischen Gemeinde Vulgientes, die zuvor an dieser Stelle existierte. Die Neuanlage folgte römischen Stadtplanungsmustern und entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Handelsplatz.
Die gefundenen Mosaike zeigen schwarze Steinchen, die Blumenmuster bilden und zeigen, wie römische Handwerker im ersten Jahrhundert arbeiteten. Diese Fußböden erzählen von einem Leben, das zwischen Alltag und Kunstfertigkeit lag.
Die Ausgrabungen sind nicht direkt vor Ort zu besichtigen, da sie unter der Stadt liegen. Wer die Funde sehen möchte, kann das Museum d'Apt am Place du Postel besuchen, das Keramik und andere Gegenstände aus der römischen Zeit zeigt.
Von allen römischen Städten zwischen Rom und Spanien war dies die einzige, der der Name Julius verliehen wurde. Diese Ehrenbezeichnung zeigt die besondere Bedeutung, die Rom dieser neuen Handelsstadt zumaß.
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