Arêtes de poisson, Unterirdisches Galerienetzwerk im 1. Bezirk, Lyon, Frankreich
Die Arêtes de poisson sind ein unterirdisches Tunnelsystem unter dem Hügel Croix-Rousse, das aus zwei Hauptstollen mit etwa 32 seitlichen Galerien besteht. Das Netzwerk erstreckt sich über zwei Kilometer und liegt in Tiefen zwischen 10 und 30 Metern.
Das Tunnelsystem blieb lange Zeit verborgen, bis 1959 ein Gehwegeinbruch sein Vorhandensein aufdeckte. Nach dieser Entdeckung sperrten die Behörden den Zugang mit Betonbarrieren, um Sicherheitsrisiken zu vermeiden.
Der Ort trägt seinen Namen nach der Struktur der Galerien, die wie Fischgräten angeordnet sind. Besucher können diese ursprüngliche Anordnung heute durch virtuelle Touren erkunden, die zeigen, wie die Einheimischen die Räume verstehen.
Der Zugang zu den Galerien ist für die Öffentlichkeit nicht gestattet, da die schmalen Passagen, Leitern und unebenen Oberflächen ein hohes Sicherheitsrisiko darstellen. Besucher können das Tunnelnetz jedoch durch virtuelle Touren erkunden, die online verfügbar sind.
Das System verbindet sich mit zwei nördlichen Ausläufern, von denen jeder zehn gewölbte Kammern enthält und eine Länge von etwa 300 Metern aufweist. Diese verzweigten Strukturen zeigen eine weitere Komplexität des unterirdischen Labyrinths, das bis heute nur unvollständig erforscht ist.
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