Château de Bonnivet, Renaissanceschloss in Vendeuvre-du-Poitou, Frankreich.
Das Château de Bonnivet ist eine Renaissance-Burg in der Vendée, die als einer der großartigsten Adelssitze ihrer Zeit erbaut wurde. Das Gebäude zeichnete sich durch eine beeindruckende Fassade aus, die sich über mehrere Stockwerke erstreckte und von Eckturmen flankiert wurde.
Guillaume II Gouffier, Admiral von Frankreich und Favorit von König Franz I., ließ das Schloss zwischen 1515 und 1525 erbauen, bevor er 1525 bei Pavia starb. Nach seinem Tod wurde die Burg von verschiedenen Familien bewohnt und schließlich 1788 abgerissen, wobei nur wenige Teile übrigblieben.
Der Name des Schlosses stammt von der Familie Bonnivet, die hier über Generationen hinweg lebte und das Anwesen prägte. Besucher können heute noch in den verbleibenden Strukturen die Spuren dieser längst vergangenen Bewohner erkennen.
Besucher können heute nur noch die nördliche Mauer des Innenhofs aus dem 17. Jahrhundert besichtigen, die seit 2001 als Denkmal eingetragen ist. Wer mehr über die einstige Pracht erfahren möchte, sollte sich die Fragmente und Skulpturen im Sainte-Croix-Museum in Poitiers ansehen.
Francois Rabelais nutzte das Schloss als Vorlage für die Abtei von Thélème in seinem Roman Gargantua und machte es zum Vorbild für eines der berühmtesten erfundenen Bauwerke der französischen Literatur. Diese literarische Verbindung zeigt, wie tief die Burg in der Kunstwelt ihrer Zeit verwurzelt war.
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