Château de Montferrand, Mittelalterliche Burgruine in Saint-Mathieu-de-Tréviers, Frankreich
Das Château de Montferrand ist eine Burgruine aus Kalkstein auf einem Bergrücken in 400 Metern Höhe, deren verbliebene Mauern und Befestigungsanlagen die mittelalterliche Militärarchitektur zeigen. Die Überreste vermitteln einen Eindruck davon, wie die ursprüngliche Anlage mit ihren defensiven Elementen aufgebaut war.
Die Burg wurde im 12. Jahrhundert errichtet und gehörte den Grafen von Melgueil, bis sie während des Albigenserkreuzzugs 1215 beschlagnahmt wurde. Im 18. Jahrhundert entging sie der Zerstörung durch Ludwig XIV., weil der Transport von Abbruchmaterialien zu schwierig war.
Die Festung war Heimat einer lokalen Herrscherfamilie und prägte das Leben der umliegenden Dörfer über Jahrhunderte hinweg. Menschen aus der Region verbinden mit diesem Ort noch heute die Geschichte ihrer Ahnen und die Erinnerung an längst vergangene Machtstrukturen.
Das Gelände ist seit 2018 für Besucher gesperrt, da Steinschlaggefahr besteht und Konservierungsarbeiten laufen. Der beste Weg, um das Schloss zu sehen, ist von außerhalb der Absperrung, wo man die Ruine von Ferne betrachten kann.
Der Ort war durch seine exponierte Lage auf dem Bergrücken so schwer zu erreichen, dass selbst der mächtige König Ludwig XIV. nicht die Ressourcen aufwendete, um ihn zu zerstören wie viele andere Burgen seiner Zeit. Diese geografische Unzugänglichkeit rettete die Ruine vor der vollständigen Auslöschung.
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