Château de Montferrand, Eingetragenes historisches Denkmal in Lagnieu, Frankreich
Das Château de Montferrand ist eine historisch eingetragene Burg in Lagnieu, in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Das Gebäude umfasst mehrere Türme rund um einen zentralen Innenhof und beherbergt im Inneren eine Reihe von Wandgemälden aus dem 16. Jahrhundert.
Das Schloss wurde 1471 von Claude de Montferrand auf Befehl des Herzogs von Savoyen erbaut und war Teil der Stadtbefestigungen von Lagnieu. Nach der Französischen Revolution wurde es in ein privates Wohnhaus umgebaut, wobei die alten Dächer und Teile der Umfassungsmauer verloren gingen.
Die Gemälde im Inneren des Schlosses zeigen Szenen aus der Mythologie, darunter Herkules im Kampf mit Löwen und eine junge Frau mit einem Einhorn auf den Knien. Diese Bilder stammen wahrscheinlich aus dem späten 16. Jahrhundert und wurden von Holzschnitten eines Buches aus dem 15. Jahrhundert inspiriert.
Der Besuch des Schlosses ist auf Anfrage möglich und wird für Gruppen von mindestens zehn Personen angeboten. Es empfiehlt sich, vorab die Gemeindeverwaltung von Lagnieu zu kontaktieren, um einen Termin zu vereinbaren.
Restauratorin Isabelle Rosaz stellte bei Untersuchungen im Jahr 2015 fest, dass rund 40 Prozent der Wandgemälde verschwunden waren, die verbliebenen Fresken jedoch noch Szenen mit einer Einhorndarstellung enthielten. Man vermutet, dass die Bilder auf die Hochzeitsfeierlichkeiten des Herzogs von Burgund im Jahr 1468 in Brügge anspielen könnten, einem Ereignis, das damals ganz Europa bewegte.
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