Château de la Solitude, Neugotisches Schloss in Ruinen in Le Plessis-Robinson, Frankreich.
Das Château de la Solitude ist eine Ruine aus dem Jahr 1903 in Le Plessis-Robinson mit neugotischer Architektur und einem zentralen quadratischen Innenhof. Die tragenden Wände und Metallkonstruktionen sind noch sichtbar, während die Außenfassade verwittert ist und die Vegetation allmählich in die Struktur eindringt.
Das Gebäude wurde 1903 für Schokoladenfabrikanten François Philibert Marquis errichtet und diente später als Ruheheim, wo der ehemalige Premierminister René Viviani seine letzten Tage verbrachte. Zwei verheerende Brände in den Jahren 1977 und 1978 zerstörten die Dächer und Innenräume und hinterließen nur noch die Strukturwände.
Das Gebäude spiegelt die sozialen Veränderungen der Nachkriegszeit wider, da es von 1956 bis 1973 als technische Schule für alleinerziehende Mütter genutzt wurde. Diese Nutzung zeigt, wie sich die Gesellschaft in dieser Zeit neu organisierte und welche Rolle solche Institutionen bei der Unterstützung von Frauen spielten.
Das Gelände befindet sich unter einer Adresse in einem öffentlichen Park mit Eichen und Kastanienbäumen, der vom Generalrat des Département Hauts-de-Seine verwaltet wird. Besucher sollten beachten, dass die Ruine instabil ist und das Betreten gefährlich sein kann.
Der Name des Ortes stammt möglicherweise von seiner ursprünglichen Funktion als privater Rückzugsort für seinen Erbauer, was in der Architektur noch erkennbar ist. Die Tatsache, dass es bewusst nicht wiederaufgebaut wurde, macht die Ruine zu einem seltenen Beispiel eines bewusst erhaltenen Verfalls im Département.
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