Cité expérimentale de Merlan, Experimentelles Wohnungsbauprojekt in Noisy-le-Sec, Frankreich
Die Cité expérimentale de Merlan ist ein Wohnkomplex in Noisy-le-Sec mit 42 Häusern, die aus verschiedenen Materialien wie Holz, Beton, Metall und Stein gebaut wurden und unterschiedliche Architekturstile zeigen. Jedes Haus verfügt über moderne Einrichtungen wie ausgestattete Küchen, Badezimmer, Waschräume und gut durchdachte Raumaufteilungen für den alltäglichen Gebrauch.
Das Ministerium für Wiederaufbau und Stadtplanung initiierte dieses Wohnprojekt 1945, um die Wohnungsnot nach den Kriegszerstörungen in Frankreich zu bewältigen. Das Projekt testete experimentelle Baumethoden und Materialien, um neue Lösungen für den schnellen Wiederaufbau ganzer Stadtteile zu entwickeln.
Die Siedlung zeigt Wohnbauten aus sieben verschiedenen Ländern, darunter amerikanische, schweizer, finnische und französische Modelle, die nach dem Krieg gebaut wurden. Diese Vielfalt war damals ein Ort für den Austausch von Bauweisen und Ideen zwischen Nationen, den Besucher heute noch in den unterschiedlichen Fassaden erkennen können.
Der Ort ist ideal für Fußgänger, die die verschiedenen Häuser und ihre Unterschiede in freiem Tempo erkunden möchten. Die gesamte Anlage ist relativ übersichtlich und kann bequem an einem Nachmittag besichtigt werden.
Die Originalbewohner mussten zweimal pro Woche ihre Häuser für öffentliche Besichtigungen öffnen, um Architekten und Studierenden die experimentellen Baumethoden zu zeigen. Dieses ungewöhnliche Arrangement machte die Siedlung zu einem lebenden Klassenzimmer und Zentrum für bauliche Innovation.
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