Souterrain von Naours, Unterirdischer Komplex und Museum in Naours, Frankreich.
Die unterirdischen Galerien von Naours bilden ein Netz aus 28 Tunneln und 300 Räumen, die in den Kalkstein etwa 22 Meter unter der Erde gegraben wurden. Das System verbindet verschiedene Kammern miteinander, von denen einige als Wohnräume, andere als Lagerstätten dienten.
Das Gelände begann als Kalksteinbruch im 15. Jahrhundert und wurde später in ein Schutzsystem umgewandelt, das im 17. Jahrhundert etwa 3000 Menschen aufnahm. Während des Ersten Weltkriegs dienten die Kammern erneut als Zufluchtsorte für Soldaten und Zivilisten.
Soldaten des Ersten Weltkriegs hinterließen Inschriften an den Wänden und zeigten damit, dass sie diese unterirdischen Räume als Zuflucht nutzten. Diese Markierungen erzählen heute von ihrer Zeit in diesem verborgenen Ort.
Besucher können an Führungen in mehreren Sprachen teilnehmen, um die Kammern sicher zu erkunden und die Geschichte zu verstehen. Das Gelände verfügt auch über ein Museum zu traditionellen Handwerken und eine Ausstellung zur Kriegsgeschichte, die zusammen einen halben Tag füllen.
Die Schornsteine von unterirdischen Öfen waren mit Oberflächenstrukturen verbunden und verbargen so die täglichen Aktivitäten der versteckten Bewohner. Diese Luftschächte zeigen, wie sorgfältig das Leben unter der Erde organisiert war.
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