Corroirie, Mittelalterlicher Klosterkomplex in Chemillé-sur-Indrois, Frankreich.
Die Corroirie ist ein mittelalterliches Klostergut in Frankreich mit einer befestigten Umwehrung aus Stein, die Wirtschaftsgebäude, eine Kirche und Wohnräume enthält. Der gesamte Komplex liegt in Nähe des Baches Aubigny und wird von Türmen und Befestigungselementen aus dem 16. Jahrhundert geprägt.
Das Gut wurde in der späten Kartäuserbewegung gegründet und diente als Wirtschaftszentrum der Kartause du Liget bis zur Französischen Revolution. Die Anlage zeigt verschiedene Bauphasen, besonders die Verstärkungen aus dem 16. Jahrhundert, die ihre Bedeutung und die zunehmenden Anforderungen an den Schutz widerspiegeln.
Der Name Corroirie bezieht sich auf die wirtschaftliche Funktion als Verwaltungszentrum für weltliche Angelegenheiten der Kartäuser. Besucher können noch heute sehen, wie die Räume zwischen den Steinmauern für Landwirtschaft, Handwerk und Lagerhaltung genutzt wurden.
Das Gelände ist zu Fuß leicht zu erkunden und die Steinstrukturen sind von außen einsehbar. Es ist ratsam, bequeme Schuhe zu tragen, da der Untergrund uneben sein kann und die Unebenheiten des älteren Mauerwerks die Orientierung beeinflussen.
Die Anlage verfügte über ein eigenes Gefängnis, eine ungewöhnliche Einrichtung für ein Klostergut, die den kartäusischen Mönchen lokale Gerichtsbarkeit gewährte. Diese Ausnahmestellung zeigt, wie bedeutsam das Wirtschaftszentrum für die Kontrolle der Umgebung war.
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