Fosse Sabatier, Bergbaukomplex in Raismes, Frankreich
Die Fosse Sabatier ist eine erhaltene Bergbauanlage mit einem charakteristischen Fördergerüst, das zwei Plattformen und zwei große Räder mit je 6 Meter Durchmesser über dem zweiten Schacht trägt. Die gesamte Anlage wurde mit Grünflächen und Wassergärten in eine Parklandschaft integriert.
Die Grube wurde 1912 eröffnet und förderte mehrere Jahrzehnte lang Kohle aus den tieferen Schichten der Region. Nachdem der Betrieb 1980 endete, wurden große Teile der Förderanlagen 1986 abgebaut, während das Fördergerüst selbst erhalten blieb.
Die Bergbausiedlung entstand als eigenständige Gemeinde mit Arbeiterwohnungen, Schulen und einer Kirche, die das Alltagsleben der Bergleute prägten. Diese Infrastruktur zeigt, wie der Kohleabbau das soziale Gefüge der gesamten Region bestimmte.
Das Gelände ist über gepflegte Wanderwege gut zu Fuß erschlossen, und die Wassergärten bieten verschiedene Aussichtspunkte auf das Fördergerüst. Es ist ratsam, bequeme Schuhe zu tragen und genügend Zeit für einen ruhigen Spaziergang einzuplanen.
Das Fördergerüst stammt nicht vom ursprünglichen Schachtstandort, sondern wurde 1951 von einer anderen Grube herbeigeschafft und hier wieder aufgestellt. Diese Wiederverwendung zeigt, wie die Bergbaubetriebe Ressourcen prakmatisch einsetzten und anpassten.
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