Mont-Louis Solar Furnace, Solarofen-Anlage in Mont-Louis, Frankreich
Der Solarofen von Mont-Louis ist eine wissenschaftliche Anlage in den ostpyrenäischen Bergen Frankreichs, die Sonnenlicht mithilfe eines Systems aus flachen und gewölbten Spiegeln auf einen einzigen Punkt bündelt. Das Gerät erzeugt so extrem hohe Temperaturen, die für Versuche mit Materialien wie Metallen und Keramiken genutzt werden.
Der Professor Félix Trombe ließ den Ofen im Jahr 1949 errichten und schuf damit die erste funktionierende Solaranlage dieser Art der Welt. Spätere Weiterentwicklungen führten zum Bau eines zweiten, noch leistungsstärkeren Solarofens in Odeillo, nur wenige Kilometer entfernt.
Der Name Mont-Louis erinnert an Ludwig XIV., den Sonnenkönig, und diese Verbindung zur Sonne ist heute noch spürbar, wenn man durch die Stadt läuft. Der Solarofen passt damit in eine Geschichte, in der die Sonne schon immer eine besondere Rolle gespielt hat.
Führungen mit Live-Vorführungen werden regelmäßig angeboten, aber die Demonstrationen hängen vom Wetter ab und funktionieren nur bei direkter Sonneneinstrahlung am besten. Es lohnt sich, an einem klaren Tag zu kommen und sich etwas Zeit zu lassen, um die Anlage in Ruhe zu erkunden.
Der Solarofen in Mont-Louis kann Materialien erhitzen, ohne sie zu berühren oder chemische Substanzen zu verwenden, was ihn für die Erprobung von Werkstoffen besonders geeignet macht, die nicht verunreinigt werden dürfen. Diese Eigenschaft machte ihn auch für die Raumfahrtforschung interessant, da Materialien unter extremer Hitze getestet werden konnten.
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