Hôtel de Ville, Angoulême, Mittelalterliche Burg in Angoulême, Frankreich
Das Hôtel de Ville, ehemals ein Kastell, sitzt auf einem strategischen Felskamm, der sich markant über die Charente erhebt und die Stadtlandschaft dominiert. Der Komplex vereint verschiedene bauliche Strukturen, darunter den alten Bergfried und mehrere Türme, die verschiedene Bauepochen widerspiegeln.
Die Gründung dieser Festung reicht bis zu Graf Alduin um das Jahr 886 zurück, wonach sie lange Zeit Sitz der Grafen von Angoulême war. Im 13. Jahrhundert entstand der Bergfried und im 15. Jahrhundert kam eine zusätzliche Turrm hinzu, was die schrittweise Entwicklung der Anlage über Jahrhunderte zeigt.
Das Gebäude trägt den Namen Hôtel de Ville, was auf seine Rolle als Rathaus hinweist, obwohl es tatsächlich ein ehemaliger Adelssitz ist. Die Bewohner Angoulêmes nutzen den Platz davor regelmäßig, und das Gebäude prägt das Stadtbild mit seiner imposanten Silhouette.
Die Besichtigung ist möglich, da das Gebäude als modernes Rathaus funktioniert und Besucher die mittelalterliche Architektur an festen Zeiten erkunden können. Es empfiehlt sich, im Voraus zu prüfen, welche Bereiche zugänglich sind, da administrative Funktionen Priorität haben.
Im Jahr 1825 wurde auf dem Gelände eine Telegrafenstation eingerichtet, von der heute nur noch der Stein 'pierre du télégraphe' als Zeugnis dieser frühen Kommunikationstechnologie erhalten ist. Dieser unscheinbare Stein erinnert an eine Zeit, als Botschaften über weite Strecken durch optische Signale übermittelt wurden.
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