St-André, Romanische Kirche im Zentrum von Angoulême, Frankreich
Saint-André ist eine Kirche mit romanischer Architektur in der Altstadt von Angoulême. Die Fassade wurde 1825 nach neoklassizischen Plänen von Paul Abadie dem Älteren umgebaut, während das Innere noch Elemente aus dem Mittelalter und später hinzugefügte Bauelemente zeigt.
Im Jahr 1020 übertrug Graf Wilhelm II. von Angoulême das Gotteshaus an die Abtei Saint-Amand de Boixe, was zur Gründung eines Priorats an dieser Stelle führte. Dieses Priorat blieb über Jahrhunderte ein wichtiger Bestandteil des kirchlichen Lebens in der Stadt.
Die Kirche beherbergt Mobiliar aus verschiedenen Epochen, darunter eine Kanzel aus dem 17. Jahrhundert, Orgeln aus dem 18. Jahrhundert und bemalte Leinwände vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Diese Sammlung zeigt, wie die Gemeinde die Ausstattung des Gotteshauses über lange Zeit hinweg erweiterte.
Das Gotteshaus ist weiterhin aktiv und kann während bestimmter Öffnungszeiten besichtigt werden, um die architektonischen Merkmale zu erkunden. Besucher sollten sich vorab über die Zugänglichkeit und Besuchsmöglichkeiten informieren, da die Zeiten je nach liturgischem Kalender variieren können.
Die Glockenkammer ist in zwei Ebenen mit profilierten Bögen aus kleinen Säulen unterteilt und beherbergt das einzige Gewölbe, das die protestantischen Anschläge von 1568 überstand. Diese Überreste erzählen von einer Zeit religiöser Spannungen, die die Stadt tiefgreifend veränderte.
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