Grottes de Jonas, Höhlenfestung in Saint-Pierre-Colamine, Frankreich.
Die Grottes de Jonas sind ein unterirdisches Siedlungssystem mit etwa sechzig in Vulkangestein gehauenen Höhlenwohnungen, darunter Wohnräume, Lagerplätze und eine mittelalterliche Burganlage. Die gesamte Struktur zeigt, wie eine vollständige Gemeinschaft unter der Erde funktionierte, mit Durchgängen und Ebenen, die durch natürliche und künstliche Wege verbunden sind.
Die Höhlenwohnungen entstanden im 12. Jahrhundert, als Bewohner der Region begannen, sich in die Vulkanfelsen einzugraben, um Schutz und Wohnraum zu schaffen. Dieses unterirdische System entwickelte sich zu einer befestigten Siedlung mit strategischen Elementen für Verteidigung und Versorgung.
Die Kapelle bewahrt Wandmalereien aus dem 11. Jahrhundert auf, und neben den Wohnräumen findet sich eine traditionelle Bäckerei mit einem Ofen, der direkt in den Fels gehauen wurde. Besucher können sehen, wie die Bewohner ihren Alltag in diesem unterirdischen Raum gestalteten und welche Handwerkstechniken sie verwendeten.
Der Aufstieg zu den Höhlen erfordert das Bewältigung zahlreicher Treppenstufen, daher sollten Besucher bequeme Schuhe tragen und körperlich fit sein. Die Erkundung ist mit geführten Touren auf Französisch oder auf eigene Faust möglich, wobei die Gesamtdauer etwa eine Stunde beträgt.
Eine bemerkenswerte Wendeltreppe wurde direkt in die Vulkanfelsen gemeißelt und verbindet verschiedene Ebenen der unterirdischen Siedlung miteinander. Diese handwerklich aufwendige Konstruktion zeigt das Geschick und die Ausdauer der mittelalterlichen Bewohner bei der Gestaltung ihrer Umgebung.
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