La Chaire-à-Calvin, Prähistorischer Felsunterstand in Mouthiers-sur-Boëme, Frankreich.
La Chaire à Calvin ist ein Felsschutz in Mouthiers-sur-Boëme, der an den Hängen einer Kalksteinklippe liegt und Menschen aus der Magdalénien-Zeit Schutz bot. Das Innere beherbergt mehrere archäologische Schichten mit alten Werkzeugen aus Stein und Knochen.
Der Archäologe Alphonse Trémeau de Rochebrune entdeckte diese Stätte 1864 und begann erste Untersuchungen an diesem Ort. Später führte Pierre David 1924 umfangreiche Ausgrabungen durch, die das Verständnis der Besiedlung erweiterten.
Die Felswand zeigt eingravierte Pferdedarstellungen und eine kopflose Rinderfigur, die Kunstwerke aus der Zeit der jungpaläolithischen Magdalénien-Kultur bewahrt. Diese Schnitzereien geben Einblick in die kreative Ausdrucksweise der damaligen Menschen.
Der Schutzbereich liegt in der Nähe einer einstigen Papiermühle und ist von der Straße D.12 aus erreichbar. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da das Gelände felsig und teilweise steil ist.
Unter den freilegten Schichten fanden sich Perlenketten aus Muscheln, die auf Handelsbeziehungen über große Entfernungen hindeuten. Diese Funde zeigen, dass die Bewohner mit anderen Gruppen in Kontakt standen und Objekte über beträchtliche Wege austauschten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.