Les Marais de Saint-Jorioz, archäologische Stätte in Frankreich
Les Marais de Saint-Jorioz ist eine Sumpflandschaft in der Nähe des Lac d'Annecy mit ausgedehnten Röhrichtbeständen, flachen Wasserflächen und feuchtem Gelände. Das Gebiet wird von schmalen Wegen durchzogen, die durch Gras und Schilf zu ruhigen Beobachtungspunkten führen, wo man Vögel und andere Wassertiere beobachten kann.
Das Gelände zeigt Spuren menschlicher Besiedlung aus dem Neolithikum, vor mehr als 5000 Jahren, als Pfahlbaudörfer an den Ufern errichtet wurden. Archäologische Funde wie Keramik und Werkzeuge belegen, dass verschiedene alpine Kulturen diese Zone nutzten und durchquerten.
Die Marais de Saint-Jorioz sind mit lokalen Traditionen der Ressourcennutzung verbunden, da Schilf und Binsen seit Jahrhunderten von Anwohnern gesammelt wurden. Die Rohrichtzone prägt bis heute das Leben der Region und bietet Raum für stille Beobachtung der Natur.
Der Ort ist leicht zugänglich von einem Parkplatz aus, von dem ein flacher Weg von etwa 4 Kilometern hin und zurück zum Hafen führt. Das Betreten ist einfach, aber man sollte festes Schuhwerk tragen und nach Regen mit morastigem Untergrund rechnen.
Das Gebiet war früher unter dem Namen Marais de l'Enfer bekannt, wahrscheinlich nach den Pfahlstrukturen, die sich unter Wasser erstreckten. Diese geheimnisvolle Bezeichnung ist heute ein ferner Echo der vielfältigen Geschichte des Ortes.
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