Sternsee, Bergsee in der Nähe von Rimbach-près-Masevaux, Elsass, Frankreich
Der Sternsee ist ein kleiner Bergsee in der Nähe von Rimbach-près-Masevaux im Elsass, der in einem natürlichen Kar liegt, das einst von einem Gletscher geformt wurde. Eine Moräne am Ausgang des Kars hält das Wasser zurück und verleiht dem See seine charakteristische Form inmitten von Wald und Fels.
Das Becken des Sees entstand vor etwa 12000 Jahren, als ein Gletscher das Gelände formte und beim Rückzug eine Moräne hinterließ. Im 16. Jahrhundert wurde ein Damm auf der Moräne errichtet, um den Wasservorrat zu erhöhen und die Schmieden und Textilbetriebe im Tal von Masevaux mit Energie zu versorgen.
Der Name Sternsee soll daher stammen, dass sich bei Windstille der Himmel so klar in der Wasseroberfläche spiegelt, dass man nachts Sterne sehen kann. Er wird auch Lac des Perches genannt, weil das Wasser viele Barsche beherbergt, die man gelegentlich nahe der Oberfläche beobachten kann.
Der See ist nur zu Fuß erreichbar: Man parkt am Bauernhof Riesenwald und folgt dem mit einem blauen Dreieck markierten Pfad, wobei die Hin- und Rückfahrt etwa zweieinhalb Stunden dauert. Festes Schuhwerk wird empfohlen, da der Weg teilweise uneben und ansteigend ist, und das Gebiet ist ein Schutzgebiet, in dem die Besucher auf den markierten Wegen bleiben müssen.
Eine lokale Legende, die von Auguste Stoeber überliefert wird, erzählt von einem Wesen namens Dambürle, das nachts mit einer Trommel durch die Täler zieht und jeden, der es hört, zwingt, ihm bis zum Ballon d'Alsace oder an den See zu folgen. Die Textilindustrie, die der See bis Ende der 1950er Jahre versorgte, ist verschwunden, aber das Wasser hält bis heute fast 500000 Kubikmeter zurück.
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