Linteau de Saint-Génis-des-Fontaines, Vorromanische Marmorskulptur in der Abtei Saint-Génis-des-Fontaines, Frankreich.
Das Linteau de Saint-Génis-des-Fontaines ist eine vorromanische Marmorskulptur an der Abtei im Süden Frankreichs, die Christus in einer zentralen Mandorla zeigt, umgeben von zwei Erzengeln. Zu beiden Seiten des Mittelbildes sind unter hufeisenstörmigen Bögen weitere Figuren angeordnet.
Das Werk entstand im Jahr 1020 unter Abt Guillaume während der Herrschaft von König Robert II. Es gilt als die früheste datierte romanische Skulptur Frankreichs und markiert einen wichtigen Punkt in der Kunstentwicklung des frühen Mittelalters.
Die lateinische Inschrift über den gemeißelten Figuren stammt aus dem frühen Mittelalter und ehrt den Schutzpatron Saint Genis an diesem Ort. Sie zeigt, wie wichtig dieser heilige für die Gemeinde und das Klosterleben damals war.
Das Kunstwerk sitzt über dem Haupteingang der Abteikirche, wo Besucher es direkt beim Betreten sehen können. Die beste Sicht auf die Details erhält man aus der Nähe vom Platz vor der Kirche.
Das Kunstwerk wurde ursprünglich nicht als Türsturz konzipiert, sondern diente als Altarunterstützung in der Kirche. Erst im 12. Jahrhundert wurde es über dem Eingang angebracht, wo es seitdem die Besucher empfängt.
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