Murs à pêches, Landwirtschaftliches Kulturerbe in Montreuil, Frankreich
Die Murs à Pêches sind eine ausgedehnte Anlage mit alten Obstgärten in Montreuil, die durch hohe Lehmwälle voneinander getrennt sind. Die Wälle bestehen aus gestapelten Steinen und Gips und bilden ein labyrinthartiges Netzwerk, das sich über das gesamte Gelände erstreckt.
Im 17. Jahrhundert begannen Gärtner in Montreuil, Pfirsichbäume gegen Wälle zu pflanzen, um Früchte für europäische Könige und Adel anzubauen. Dieses Anbausystem wurde über Jahrhunderte weitergegeben und prägt die Gegend bis heute.
Die Mauern prägen das Bild des Ortes seit Generationen und sind eng mit der lokalen Identität verwoben. Besucher können noch heute sehen, wie die Obstbäume in traditioneller Weise an den Wänden gezogen werden, was das Handwerk lebendig hält.
Der Ort ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und es werden regelmäßig Führungen angeboten, um die Gärten zu erkunden. Am besten besuchst du die Anlage an einem wärmeren Tag, wenn du die Bedeutung der Wärmepeicherung für den Anbau verstehst.
Die Wälle sind nicht einfach nur Grenzen, sondern funktionieren wie riesige Wärmespeicher, die Sonnenwärme tagsüber aufnehmen und nachts wieder abgeben. Dies ermöglicht es, Pfirsiche und andere empfindliche Früchte in einem Klima anzubauen, das eigentlich zu kalt dafür ist.
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