Sainte-Chapelle de Vic-le-Comte, Mittelalterliche königliche Kapelle in Vic-le-Comte, Frankreich.
Die Sainte-Chapelle de Vic-le-Comte ist eine Kapelle, die aus einer mittelalterlichen Burg umgebaut wurde und sich in einem kleinen Dorf in Auvergne befindet. Das Gebäude fällt durch große Buntglasfenster mit biblischen Szenen, geschnitzte Galerien mit pflanzlichen Motiven und Wappenschildern sowie einen weißen Altaraufsatz mit Figurendarstellungen auf.
Die Umwandlung einer romanischen Burgkapelle in eine königliche Sainte-Chapelle erfolgte 1520 durch Jean Stuart und Anne de la Tour d'Auvergne, um ihre Macht und ihren Status zu unterstreichen. Dieser Umbau war Teil eines größeren Trends der Adelsfamilien der Zeit, ihre Positionen durch Architektur und Kunstmäzenatentum zu demonstrieren.
Die Kapelle trägt Merkmale der Renaissance und zeigt Kunstwerke, die an italienische Meister erinnern, besonders in den Terrakotta-Figuren der Apostel. Diese künstlerischen Elemente prägen bis heute das Aussehen des Innenraums und erzählen von den künstlerischen Vorlieben der Familie, die hier herrschte.
Die Kapelle befindet sich im Zentrum des Dorfes auf der Place de l'Église und ist leicht zu Fuß erreichbar. Besucher sollten beachten, dass das Innere kompakt ist und best bei Tageslicht erkundet wird, um die Details der Fenster und Kunstwerke vollständig zu würdigen.
Das Altarwerk zeigt eine außergewöhnliche Darstellung von weiblichen Figuren, die theologische und kardinalistische Tugenden darstellen und im florentinischen Renaissancestil gemeißelt sind. Diese Details werden oft übersehen, bieten aber wichtige Hinweise auf die künstlerische und intellektuelle Raffinesse der Familie, die den Bau in Auftrag gab.
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