Fort de la Malmaison, Militärische Steinfestung nahe Chavignon, Frankreich
Fort de la Malmaison ist eine rechteckige Steinbefestigung bei Chavignon, deren Grundriss etwa 270 Meter lang und 240 Meter breit ist. Die Anlage besitzt tiefe Trockengräben, die von zwei unterirdischen Kasematten als Verteidigungsbauwerke geschützt werden.
Die Festung wurde zwischen 1878 und 1882 als Teil des Séré de Rivières-Verteidigungssystems erbaut, um die Routen zwischen Soissons und Laon in Richtung Paris zu schützen. Sie entstand in einer Zeit, als Frankreich seine östlichen Grenzen nach dem Deutsch-Französischen Krieg neu befestigte.
Der Name ehrt General Thomas Alexandre Dumas, einen bedeutenden französischen Militärführer, und spiegelt die Tradition wider, Befestigungen nach Kriegshelden zu benennen. Besucher bemerken heute noch die Spuren dieser Ehrerbietung in den Inschriften und der Bauanlage.
Der Zugang erfolgt durch organisierte Führungen, die das angegliederte Museum Caverne du Dragon anbietet, wo Besucher mehr über die Militärgeschichte der Region erfahren. Die beste Zeit zum Besuch ist bei trockenem Wetter, da die Gelande teilweise unbefestigt sind und bei Nässe schwierig zu begehen sein können.
1886 diente die Anlage als Testgelande für neue Sprengstoffformulierungen, wodurch schwerwiegende Schwachstellen in der damaligen französischen Befestigungstechnik offenbar wurden. Diese Erkenntnisse führten zu bedeutenden Umdenkprozessen in der französischen Militararchitektur der folgenden Jahre.
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