Barrage de Serre-Ponçon, Talsperre in Frankreich
Der Barrage de Serre-Ponçon ist eine große Staudammanlage mit Erde und Gestein im Tal der Region Alpes du Sud in Südfrankreich. Die Struktur erstreckt sich über 630 Meter und speichert über eine Milliarde Kubikmeter Wasser, wobei sie massive Betonwände und Erdschüttungen nutzt, um das Wasser des dahinter liegenden Stausees zurückzuhalten.
Die Idee für einen Damm an der Durance entstand nach schweren Überschwemmungen und Dürren im 19. Jahrhundert, wurde aber erst in den 1950er Jahren verwirklicht. Der Bau von 1955 bis 1959 veränderte die Region drastisch, wobei zwei Dörfer unter Wasser verschwanden und ein neuer See entstand.
Der Damm spiegelt die Verbindung zwischen Mensch und Natur wider, die diese Region prägt. Die umliegenden Dörfer haben sich an die Präsenz des Damms angepasst, und Besucher können sehen, wie Einheimische die Ressourcen des Sees nutzen - beim Fischen, Entspannen an den Ufern oder beim Genießen der Erholung auf dem Wasser.
Die beste Aussicht auf den Damm bietet der Belvédère Ivan Wilhelm auf einem Hügel oberhalb der Struktur mit Blick auf den See und die umliegenden Berge. Besucher können geführte Touren durch den Damm und die Kraftwerksanlage buchen, um zu sehen, wie Wasser in Strom umgewandelt wird.
Im Jahr 1971 führte die berühmte Tauchexpedition von Jacques Cousteau eine seltene Mission durch, um die Fundamente des Damms unter Wasser zu untersuchen. Die Operation war damals technisch außergewöhnlich und markierte einen einzigartigen Moment in der Geschichte dieses Bauwerks.
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