Lac de Serre-Ponçon, Künstlicher See in Hautes-Alpes und Alpes-de-Haute-Provence, Frankreich.
Der Lac de Serre-Ponçon ist ein künstlicher Stausee zwischen Bergen in den Départements Hautes-Alpes und Alpes-de-Haute-Provence, der durch Aufstauen der Flüsse Durance und Ubaye entstanden ist. Die Wasserfläche dehnt sich über etwa 28 Quadratkilometer aus und bildet eine der größten Talsperren Europas.
Der Bau der Talsperre begann 1955 nach verheerenden Überschwemmungen in den Jahren 1843 und 1856 und erforderte die Umsiedlung mehrerer Dörfer, bevor das Projekt 1961 abgeschlossen wurde. Die Flutung des Tals begrub Straßen und Felder unter Wasser und schuf eine neue Landschaft zwischen den Alpen.
Die Chapelle Saint-Michel wurde im 12. Jahrhundert erstmals auf einem Hügel errichtet, 1692 von der Armee Viktor Amadeus' II., Herzog von Savoyen, zerstört und bald darauf wieder aufgebaut. Beim Bau des Staudamms war ihr Abriss vorgesehen, doch sie blieb erhalten, und ihr Hügel wurde zur Insel im See. Die Insel ist im Winter und frühen Frühjahr zu Fuß erreichbar, wenn der Stausee weniger Wasser führt.
Der Wasserspiegel des Sees schwankt um 10 bis 12 Meter, weshalb sich das Ufer im Jahresverlauf verschiebt; neun überwachte öffentliche Strände tragen das Label Pavillon bleu. Rund 1.100 Liegeplätze verteilen sich auf die Häfen entlang von 91 km Ufer, und drei Tankstellen auf Pontons bleiben auch bei Niedrigwasser erreichbar. Die Insel mit der Chapelle Saint-Michel ist im Winter und frühen Frühjahr zu Fuß erreichbar.
Die Staumauer erreicht eine Höhe von 123 Metern und versorgt ein Netz von 15 weiteren Wasserkraftwerken entlang der Flüsse Durance und Verdon mit Wasser. Bei Niedrigwasser treten manchmal die Grundmauern versunkener Gebäude aus den frühen Dörfern wieder zum Vorschein.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.401 Mitwirkenden weltweit.
