Strasbourg Cathedral bombing plot, Terroristischer Anschlagsplan auf dem Münsterplatz in Straßburg, Frankreich.
Das Bombenattentat auf den Straßburger Dom war ein geplanter Terroranschlag in der Innenstadt von Straßburg, Frankreich, der kurz vor der Jahrtausendwende aufgedeckt wurde. Die Attentäter planten, am Silvesterabend Druckkochtöpfe voller Sprengstoff auf dem belebten Weihnachtsmarkt unmittelbar vor dem gotischen Dom zu zünden.
Am 26. Dezember 2000 nahmen französische und deutsche Behörden nach einer Razzia in Frankfurt mehrere Verdächtige fest, bei der Bombenbaumaterialien und belastendes Videomaterial sichergestellt wurden. Nach einem der umfangreichsten Terrorermittlungen in Europa zu jener Zeit endete der Prozess mit vierzehn Verurteilungen, wobei die Haupttäter Haftstrafen von rund zehn bis zwölf Jahren erhielten.
Der Weihnachtsmarkt neben dem Münster ist einer der ältesten in Frankreich und zieht jeden Dezember Besucher aus ganz Europa an. Die engen Gassen rund um den Markt füllen sich mit Ständen, Lichtern und dem Geruch von heißem Glühwein, was dem Ort eine besondere Stimmung verleiht.
Das Gebiet rund um den Dom liegt im Herzen der Straßburger Altstadt und ist zu Fuß gut erreichbar, da in der Umgebung kaum Autos fahren. Ein Besuch im Dezember erfordert mehr Geduld, da die Straßen dann sehr voll sind und die Absperrungen für den Weihnachtsmarkt die Wege verändern.
Den entscheidenden Hinweis lieferte der britische Geheimdienst, der ein Telefonat abfing, bei dem Geld für den Anschlag angefordert wurde. Ohne diese Abhöraktion hätten die Behörden möglicherweise nie rechtzeitig von dem Plan erfahren.
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