Causse und Cevennen, Mediterranes Agro-Pastoral-Landschaft im südlichen Zentralmassiv, Frankreich
Die Causses und Cevennen bilden eine agro-pastorale Kulturlandschaft in Südfrankreich, die Kalksteinplateaus, tiefe Täler und bewaldete Berge verbindet. Das Gebiet erstreckt sich über vier Departements und zeigt eine Mischung aus Terrassen, Steingehöften, offenen Weideflächen und Felsformationen.
Zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert bauten Mönchsorden Bewässerungsanlagen und Wege durch das Gebiet, die eine dauerhafte Besiedlung der Hochebenen ermöglichten. Später prägten Hugenottengemeinschaften die Cevennen, die in dieser abgelegenen Region eine starke religiöse Identität entwickelten.
Die saisonale Wanderung der Herden zwischen den Hochebenen und den tiefer gelegenen Tälern prägt den Alltag in der Region bis heute. Auf den alten Wegen, die Hirten seit Jahrhunderten nutzen, begegnet man gelegentlich Schafsherden, die durch das offene Land ziehen.
Das Gebiet lässt sich am besten zu Fuß erkunden, da ein Netz aus markierten Wanderwegen Steingehöfte, Schluchten und Hochebenen miteinander verbindet. Frühling und Herbst bieten die angenehmsten Bedingungen zum Wandern, da die Sommer in den Tieflagen sehr heiß werden können.
Die Gegend war eine der ersten Regionen weltweit, in der die Seidenraupenzucht auf dem Land verbreitet war: Maulbeerbäume wurden auf den Terrassen gepflanzt, um die Raupen zu ernähren. Einige dieser Bäume stehen noch heute in verlassenen Gehöften und zeugen von dieser vergessenen Wirtschaftstätigkeit.
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