Maison centrale d'Ensisheim, Historisches Gefängnis in Ensisheim, Frankreich.
Die Maison centrale d'Ensisheim ist ein Gefängnis in einem früheren Jesuitenkolleg aus dem 17. Jahrhundert, das heute etwa 200 Insassen aufnimmt. Das Gebäude bewahrt Steinmauern und Strukturen aus dieser älteren Zeit, während es als modernes Hochsicherheitsgefängnis für lange Haftstrafen funktioniert.
Ein Architekt namens Louis-Ambroise Dubut baute 1811 das alte Kolleg in ein Gefängnis um, nachdem Napoleon ein Gesetz dafür erließ. Nach 1938, als Frankreich seine Strafkolonien schloss, kamen viele Gefangene aus überseeischen Gebieten hierher.
Das Gefängnis zeigt die Art, wie Frankreich im 19. Jahrhundert Bestrafung und Kontrolle organisierte. Der Bau in einem ehemaligen Jesuitenkolleg verbindet religiöse Architektur mit modernen Sicherheitsstrukturen und erzählt von dieser Umwandlung des Raumes.
Das Gefängnis befindet sich im Zentrum von Ensisheim und ist schwer zugänglich, da es noch aktiv als Hochsicherheitsgefängnis betrieben wird. Besucher sollten erwarten, dass strenge Sicherheitskontrollen erforderlich sind und spontane Besichtigungen nicht möglich sind.
Das Gebäude wurde 1987 unter Denkmalschutz gestellt und zählt damit zu den wenigen noch genutzten Gefängnissen, die diesen Status haben. Dies macht es zu einem seltenen Beispiel, bei dem Geschichte und aktuelle Nutzung nebeneinander bestehen.
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