Chartreuse d'Aillon, Kartäuserkloster in Aillon-le-Jeune, Frankreich.
Die Chartreuse d'Aillon ist ein ehemaliges Kartäuserkloster mit Zellen, die um einen zentralen Kreuzgang angeordnet waren. Jede Zelle hatte einen eigenen Garten, was den Mönchen ermöglichte, Pflanzen zu züchten und ihre Zeit zwischen Gebet und gärtnerischer Arbeit zu teilen.
Das Kloster wurde 1178 gegründet und funktionierte bis zur Französischen Revolution, als es 1793 aufgelöst und teilweise zerstört wurde. Der Ort war mehr als 600 Jahre lang ein religiöses Zentrum, bis die politischen Umwälzungen sein Ende herbeiführten.
Die Mönche lebten hier nach dem Kartäuser-Ideal der Stille und Abgeschlossenheit, jeder in seiner eigenen Zelle mit Garten. Man kann heute noch in den Räumen spüren, wie dieser Orden das Leben als persönliche Reise zur Besinnung verstand, fern von der Welt.
Das Gelände ist heute für Besucher zugänglich, die auf eigene Faust erkunden können mit Hilfe von Audio-Führungen, die die Architektur erklären. Es ist ratsam, vorher zu überprüfen, welche Teile der Anlage momentan begehbar sind, da einige Bereiche noch restauriert werden könnten.
Der ursprüngliche Eingangsportal des Klosters wurde bewahrt und dient heute als Eingang zur Pfarrkirche von Aillon-le-Jeune. Diese Wiederverwendung zeigt, wie Teile des zerstörten Komplexes in die lokale Gemeinde integriert wurden.
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