Butte de Vauquois, Gedenkstätte des Ersten Weltkriegs in Vauquois, Frankreich
Die Butte de Vauquois ist ein von Gräben und Tunneln durchzogener Hügel in der französischen Champagne, dessen Oberfläche von Kratern und Vertiefungen geprägt ist. Das Gelände erstreckt sich über mehrere Hektar mit erhaltenen unterirdischen Kammern, Laufgräben und Verbindungswegen, die noch heute sichtbar sind.
Der Hügel wurde von 1914 bis 1918 intensiv unter Beschuss genommen und durchlöchert, als französische und deutsche Soldaten ein unterirdisches Netzwerk aus konkurrierenden Tunnel- und Minengängen gruben. Dieses unterirdische Kriegssystem machte Vauquois zu einem der blutigsten Orte der Westfront.
Der Name Vauquois stammt aus dem lateinischen Wort für Hügel und verweist auf die geografische Bedeutung dieses Ortes. Heute kann man an der Gedenkstätte beobachten, wie Besuchende die Grabdenkmäler und Inschriften studieren und der gefallenen Soldaten gedenken.
Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da das Gelände uneben und mit Gräben sowie Vertiefungen durchsetzt ist und Vorsicht erfordert. Geführte Touren helfen dabei, die unterirdischen Bereiche sicher zu erkunden und die Bedeutung der noch vorhandenen Strukturen zu verstehen.
Die intensive Sprengstoffaktivität hat den Hügel so tiefgreifend verändert, dass die ursprüngliche Dorfform völlig verschwunden ist und das Gelände heute wie eine ständig erodierte Mondlandschaft wirkt. Dieses außergewöhnliche Transformations-Ausmaß wird deutlich, wenn man alte Fotografien des Hügels von vor dem Krieg mit dem heutigen Zustand vergleicht.
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