Musée de la cloche et de sonnaille, Museum in Hérépian, Frankreich
Das musée de la cloche et de la sonnaille ist ein Museum in einem alten Bahnhofsgebäude in Hérépian, im Süden Frankreichs. Die hohen Decken und großen Fenster des Gebäudes sind noch erhalten, und die Ausstellungsräume zeigen Werkzeuge, Formen, Modelle und Fotos rund um die Herstellung von Glocken und Sonnailles.
Die Familie Granier betrieb ab dem Jahr 1600 in Hérépian eine Gießerei und stellte zunächst kleine Schellen für Tiere her. Nach dem Ersten Weltkrieg begann Joseph Granier mit dem Guss großer Kirchenglocken und errichtete dafür eine neue Werkstatt in der Nähe, in Castanet-le-Bas.
Die Familie Granier stellt seit Generationen Glocken und Sonnailles her, kleine Schellen, die früher an Nutztieren befestigt wurden. Diese Objekte hatten im ländlichen Alltag eine wichtige Rolle und dienten als Signalgeber auf dem Feld oder während religiöser Feste.
Das Museum liegt direkt an der Voie Verte Passa Païs, einem Rad- und Wanderweg, und ist sowohl per Fahrrad als auch mit dem Auto gut erreichbar. Es gibt Parkplätze vor Ort sowie einen Außenbereich mit Picknicktischen, wo man vor oder nach dem Besuch pausieren kann.
Die Granier-Glocken erklangen einst beim Karneval in Rio de Janeiro, was zeigt, wie weit der Ruf dieser kleinen Gießerei reichte. Das Museum verfügt außerdem über ein Escape-Game namens La Sauveterre, das Gruppen durch Rätsel rund um die Glockenherstellung führt.
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