Migdal, Archäologische Stätte im Nordbezirk, Israel
Magdala ist eine archäologische Anlage im Nordbezirk Israels, die am westlichen Ufer des Sees Genezareth liegt. Die Ausgrabung zeigt gepflasterte Gassen, Grundmauern von Häusern und einen rechteckigen Raum mit gemauerten Sitzbänken entlang der Wände.
Der Ort entstand als jüdische Fischersiedlung vor mehr als 2000 Jahren am Ufer des Sees Genezareth. Im 1. Jahrhundert n. Chr. zerstörten römische Truppen während des jüdischen Aufstands viele Gebäude, woraufhin die Siedlung aufgegeben wurde.
Der Ort ist für mehrere religiöse Gemeinschaften bedeutsam, weil hier Überreste aus der Zeit des Zweiten Tempels freigelegt wurden. Heute sehen Besucher einen neuen Kirchenbau neben den alten Grundmauern, wo lokale Pilgergruppen oft zusammenkommen und in den angrenzenden Gärten verweilen.
Ein Besuch dauert meist zwischen einer und zwei Stunden und umfasst sowohl die Ausgrabung im Freien als auch einige überdachte Ausstellungsräume. Am Nachmittag kann es besonders warm werden, daher sind Sonnenschutz und bequeme Schuhe ratsam.
Archäologen fanden einen behauenen Steinblock mit Reliefdarstellungen, der möglicherweise als Modell des damaligen Tempels in Jerusalem diente. Die eingemeißelten Muster zeigen Säulen und Bögen, die sonst nur aus antiken Texten bekannt waren.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.