Skhul und Qafzeh Hominiden, Archäologische Höhlen am Berg Karmel und Galiläa, Israel
Die Skhul- und Qafzeh-Höhlen sind archäologische Stätten in der Nähe von Haifa und Nazareth, die versteinerte Überreste früher moderner Menschen beherbergen. Die Höhlen offenbaren Beweise für prähistorische Siedlungen mit Steinwerkzeugen, Feuerherden und Speiseabfällen, die das tägliche Leben der frühen Bewohner dokumentieren.
Die Skhul-Höhle wurde in den 1930er Jahren ausgegraben und enthielt Überreste von Menschen aus dem Zeitraum vor etwa 120.000 Jahren, während Qafzeh später aus dem selben Zeitalter Skelette lieferte. Beide Orte zeigen, dass moderne Menschen bereits das Nahe Osten durchstreiften, lange bevor andere Regionen besiedelt wurden.
Die Skelettanordnungen und Artefakte in beiden Höhlen zeigen absichtliche Bestattungspraktiken mit Muscheln und Tierknochen bei den Überresten. Diese Gegenstände deuten darauf hin, dass die frühen Menschen bereits symbolisches Denken und soziale Rituale kannten.
Die Höhlen liegen in einem Naturschutzgebiet südlich von Haifa und sind über gut markierte Wanderwege zugänglich, die auch Informationstafeln anzeigen. Die beste Zeit zum Besuch ist im Herbst oder Frühjahr, wenn die Temperaturen angenehm und das Geländer nicht rutschig ist.
Qafzeh 9 und 10 sind zwei Skelette, die zusammen begraben wurden und die älteste bekannte Doppelbestattung aus dieser Zeit darstellen. Diese Entdeckung zeigt, dass frühe Menschen bereits starke emotionale Bindungen hatten und ihre Verstorbenen gemeinsam ruhten.
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