Fort Jaisalmer, Wüstenfestung in Jaisalmer, Indien
Die Festung ist ein Bauwerk aus gelbem Sandstein in der Stadt Jaisalmer im Bundesstaat Rajasthan, das sich etwa 76 Meter über die Wüstenebene erhebt. Drei konzentrische Verteidigungsringe mit insgesamt 99 Türmen umgeben den inneren Bereich, wo Wohnquartiere, Tempel und Paläste entlang schmaler Gassen verteilt liegen.
Maharawal Jaisal gründete die Anlage 1156 auf einem Hügel, um die Kontrolle über Handelsrouten zwischen Asien und Europa zu sichern. Spätere Herrscher erweiterten die Wehranlagen und ergänzten zahlreiche Tempel und Wohnbauten innerhalb der schützenden Mauern.
Der Name verweist auf Maharawal Jaisal, der die Anlage im 12. Jahrhundert gründete und dessen Erbe heute in den engen Gassen zwischen Wohnhäusern sichtbar wird. Rund viertausend Menschen leben innerhalb der Mauern und pflegen Handwerkstraditionen wie Textildruck und Schmuckherstellung in kleinen Werkstätten.
Die Gassen im Inneren sind eng und manchmal uneben, daher eignen sich feste Schuhe für längere Erkundungen. Frühe Morgenstunden oder späte Nachmittage bieten angenehmere Temperaturen und weicheres Licht zum Fotografieren.
Der gelbe Sandstein wechselt im Tagesverlauf die Färbung von blassem Beige bis zu tiefem Gold bei Sonnenuntergang. Diese natürliche Farbveränderung lässt die Mauern mit der umliegenden Wüste verschmelzen und verleiht dem Ort seinen Spitznamen als goldene Festung.
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