Jaisalmer, Wüstenfestungsstadt in Rajasthan, Indien
Jaisalmer ist eine befestigte Stadt auf einem Sandsteingrat im nordwestlichen Rajasthan, deren Gebäude aus gelbem Stein in der Thar-Wüste errichtet wurden. Die Festung thront auf dem Kamm und umfasst Wohnviertel, Paläste und religiöse Stätten, die alle miteinander durch gewundene Gassen verbunden sind.
Rawal Jaisal gründete diesen Handelsposten im Jahr 1156, um die Wüstenrouten zu kontrollieren und ein strategisches Machtzentrum aufzubauen. Die Festung wechselte mehrfach die Herrscher und verlor ihre handelspolitische Bedeutung nach der Ankunft der britischen Verwaltung im frühen 19. Jahrhundert.
Der Name bedeutet "Jaisals Berg" und ehrt den Gründer, während die Bewohner bis heute in Häusern aus demselben honigfarbenen Sandstein leben wie vor Jahrhunderten. Einheimische feiern das Leben in der Wüste mit Volksmusik und Handwerkskunst, die man auf den engen Marktgassen beobachten kann.
Die Anreise erfolgt meist über die Straße, da die nächsten großen Städte mehrere Stunden entfernt liegen und die Wüstenumgebung trockenes, heißes Klima mit sich bringt. Am besten besucht man den Ort in den kühleren Monaten und trägt leichte, atmungsaktive Kleidung sowie Sonnenschutz.
Innerhalb der Festungsmauern befindet sich die Gyana Bhandar-Bibliothek mit einer Sammlung alter Schriften auf Palmblättern und Papier, die heute noch von Forschern besucht wird. Die Jain-Tempel aus dem 12. und 15. Jahrhundert zeigen fein gemeißelte Muster und Figuren, die trotz ihres Alters deutlich sichtbar bleiben.
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