Chepauk Palace, Indo-sarazenischer Palast in Chepauk, Indien.
Die aus roten Ziegeln erbaute Anlage besteht aus zwei Hauptbereichen, Kalas Mahal und Humayun Mahal, die durch einen Korridor verbunden sind und zusammen etwa 6.100 Quadratmeter (66.000 Quadratfuß) umfassen. Die Struktur zeigt hohe Decken, ornamentale Säulen und geometrische Fassadendetails im indosarazenischen Stil.
Nawab Muhammed Ali Khan Wallajah ließ den Palast 1768 errichten, nachdem er frühere Pläne aufgab, innerhalb von Fort St George zu bauen, da dort nicht genügend Platz vorhanden war. Die Anlage diente als offizielle Residenz der Nawabs von Arcot bis zur britischen Annexion des Fürstentums im frühen neunzehnten Jahrhundert. Später nutzte die Regierung von Madras Teile des Komplexes für Verwaltungszwecke.
Der Palast verkörpert die Verschmelzung indischer und europäischer Baustile und zeigt aufwendige Schnitzereien, weitgespannte Bögen sowie traditionelle Kalkmörteltechniken, die während der Nawab-Herrschaft in der Region üblich waren. Als Residenz der Arcot-Nawabs war das Gebäude jahrhundertelang ein Zentrum regionaler Macht und repräsentierte den Einfluss muslimischer Herrscher in der südindischen Gesellschaft unter britischer Kolonialherrschaft.
Restaurierungsarbeiten konzentrieren sich derzeit darauf, Kalas Mahal in Büros für das National Green Tribunal umzuwandeln und gleichzeitig historische Elemente zu bewahren. Das Gelände liegt in der Chepauk-Gegend von Chennai, erreichbar über die Walajah Road, und ist von öffentlichen Verkehrsmitteln gut angebunden. Besucher sollten sich vorab über Zugangsregelungen informieren, da Teile des Komplexes von Regierungsstellen genutzt werden.
Das ursprüngliche Gelände erstreckte sich über etwa 47 Hektar (117 Acres) und umfasste Bereiche, die speziell zum Halten von Elefanten innerhalb der Gartenanlagen angelegt wurden. Die Außenmauern beherbergten zudem eine eigene Moschee sowie Wohnräume für höfisches Personal, was den Komplex zu einer eigenständigen befestigten Siedlung innerhalb der aufstrebenden Stadt Madras machte.
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